media.netpr.pl | Samstag, 4 Februar 2012
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    JUN
    2010
    Zusammenfassung des 3. Tages des Europäischen Wirtschaftskon-gresses 2010
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    Marta Stach
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    Fast 30 Debatten an sieben Standorten, über 200 Paneelteilnehmer und die Werkstätten des Unternehmensinkubators von Ruda. So inhaltsreich war der dritte, letzte Tag des Europäischen Wirtschaftskongresses 2010 – der größten Businessveranstaltung in diesem Teil Europas. Die Teilnehmer diskutierten u.a. über die Prioritäten des Vorsitzes von Polen in der EU, die Automobilindustrie, den Steinkohlebergbau sowie die öffentlich-private Partnerschaft. An den Paneelen nahmen u.a. Aleksander Grad – Minister der Staatskasse sowie Janez Potočnik – EU-Kommissar für Umwelt – in seinem Multimedienvortrag teil.

    Der dritte Tag des Europäischen Wirtschaftskongresses 2010 beinhaltete zahlreiche Debatten über den Strommarkt, saubere Steinkohletechnologien und EU-Fonds. An der den Euro-Fragen in Europa und in Polen gewidmeten Tagung nahmen u.a. Igor Barẚt – der Bevollmächtigte der slowakischen Regierung für Euro-Fragen sowie Dariusz Rosati – polnischer Außenminister in den Jahren 1996-97 teil. Über die Privatisierung und die Finanzmärkte sprach umfangreich Aleksander Grad – Minister der Staatskasse. In dem der Innovativkraft im Klimaschutz gewidmeten Paneel teilte Janez Potočnik – EU-Kommissar für Umwelt, der sich zum zweiten Mal in die Kongressdebatten einschaltete – in einem Mutimedienvortrag seine Kenntnisse mit den Paneelteilnehmern.

    Der letzte Kongresstag war auch die Zeit für die Diskussion über traditionelle Wirtschaftssektoren – den Steinkohlebergbau und das Hüttenwesen. Analysiert wurde die Situation auf den Steinkohlemärkten weltweit, die Investitionen im Bergbau sowie die Umwandlung des Staatseigentums in Privateigentum und Strukturumwandlungen. Die Tagung wurde von Janusz Steinhoff – dem ehemaligen Wirtschaftsminister geleitet. Über die Verbreitung von Technologien im polnischen Bergbau sprachen die Vertreter der größten Unternehmen in diesem Sektor: Katowicki Holding Węglowy i Jastrzębska Spółka Węglowa.

    Die Aktivität des isländischen Vulkans und somit die Situation auf dem europäischen Himmel regte die Diskussion über den Einfluss von Naturkatastrophen auf die Kondition des Flug-transportes an, die in dem den Flughäfen und den internationalen Trends im Luftverkehr gewidmeten Paneel stattfand.

    Außer den zahlreichen Diskussionspaneelen am Mittwoch in Katowice fanden auch die Werkstätten des Unternehmensinkubators von Ruda zum Thema der Unterstützung der Selbst-verwaltungsmaßnahmen für die Unternehmen in der Wojewodschaft Schlesien statt.

    Die Sitzungen des Europäischen Wirtschaftskongresses 2010 vom Mittwoch fanden in Katowice wie früher in den Hotels Angelo, Monopol und Qubus, im Schlesischen Wojewodschaftsamt sowie im Wissenschafts- und Technologiepart Euro-Centrum statt.
    Der Europäische Wirtschaftskongress – die größte Businessveranstaltung im Mittel- und Ost-europa – wurde bereits zum zweiten Mal veranstaltet. Für die drei Kongresstage kamen über 4000 Gäste, über 300 Medienvertreter sowie knapp 700 Vortragende nach Katowice.
    Der Kongress hatte zum Ziel, die Anknüpfung von direkten Kontakten und den Erfahrungsaustausch zwischen den auf dem ganzen EU-Markt agierenden Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zu ermöglichen.

    Mehr Infos über den Europäischen Wirtschaftskongress finden Sie unter:
    www.eec2010.eu

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    Aussagen der Teilnehmer:
    Aleksander Grad, Minister der Staatskasse: „Wir sind keine Doktrinverfechter im Privatisierungsprozess, der an dem 2008 durch die Regierung verabschiedeten Plan stützt, und setzen keine Privatisierung aller Gesellschaften voraus. Dasselbe gilt für den Erwerb von Aktien anderer in der Privatisierungsphase befindlichen oder bereits privaten Gesellschaften durch die Gesellschaftern mit dem Mehrheitsanteil der Staatskasse. Wir wissen es und haben bereits öffentlich verkündet, in welchen Gesellschaften sich der Staat aufgrund des nationalen Interesses oder der Aufrechterhaltung der energetischen Sicherheit weiterhin beteiligen wird. Wir sind aber offen auf neue Umstände und Herausforderungen.“

    Michał Marzec, Generalidrektor des Unternehmens Nationale Flughäfen: Wir dürfen die Errichtung des großen Flughafens in Berlin nicht missachten, der den Flughäfen in Westpolen eine gewisse Fluggastanzahl oder Ladungsmenge entziehen kann. Wir dürfen auch diese Tatsache nicht dämonisieren, weil drei andere Flughäfen in Deutschland gleichzeitig ge-schlossen werden.“

    Zygmunt Łukaszczyk, der Wojewode von Schlesien: „Werden keine intensiven Investitionen im polnischen Bergbau getätigt, geht der polnische Bergbau in den Jahren 2020-2025 zurück. Wir müssen also auf dem Gebiet der Privatisierung nach vorn eilen. Es ist ein Muss. In den Kohlegesellschaften muss auf die Kosten geachtet werden.“

    Jarosław Zagórowski, Präsident der Jastrzębskia Spółka Węglowa: Das Bild des polnischen Bergbaus wurde in den letzten Jahren wirksam zerstört. Die Banken haben kein Vertrauen für den Bergbau, die Finanzinstitute ebenso. Wir bereiten die Gesellschaften auf die Privatisierung über die Wertpapierbörse vor. Diese Vorbereitungsmaßnahmen sollen herbeiführen, dass die JSW 2012 für das Börsendebüt bereit ist.“

    Ludwik Kotecki, Vizeminister für Finanzen und Regierungsbevollmächtigter für die Euro-Einführung: Wir setzen kein Datum für die Euro-Einführung fest, weil die makroökonomische Situation keine verantwortungsvolle Angabe dieses Datums zulässt, aus dem wir uns gegebenenfalls zurückziehen müssten. Es bleibt jedoch weiterhin das strategische Ziel für die polnische Regierung und die Vorbereitungsmaßnahmen gehen weiter. Wäre die eindeutig festgesetzte Frist nicht eingehalten, hätte es Folgen in Form des Glaubwürdigkeitsrückganges bezüglich der Strategie für die Währungsintegration der Republik Polen mit dem Euroland.“

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